Sicherheit beim ESC in Kiew
Von einer besonderen Sicherheitskonzeption für den ESC merkt man im Kiewer Stadtbild nichts, weder auf den Straßen noch auf den Plätzen. Und doch sie ist vorhanden: 10.000 Polizisten, so die offizielle Zahl, wurden in Kiew zum Eurovision Song Contest zusammengezogen. Aber falls man sie überhaupt bemerkt, sehen sie unauffällig aus - so, als wären sie zur strikten Zurückhaltung angehalten worden.
Videoüberwachung und Polizeibegleitung
Ebenfalls kein Geheimnis ist die Zahl von 7.000 Videokameras, die zum ESC installiert wurden, um mögliche Gefahrenherde frühzeitig zu erkennen. Aufdringlich sind sie jedoch nicht: Das gewöhnliche Leben in Kiew wird durch nichts beeinflusst, auch der ESC geht derzeit noch in den normalen Verkehrsflüssen unter. Lediglich die ESC-Delegationen werden bei Ausflügen in der Stadt - wie etwa die deutsche Delegation bei der Stadtrundfahrt am Samstag - stets von der Polizei begleitet. Besondere Vorkommnisse sind bislang nicht bekannt geworden. Alles liefe, so Sicherheitschef Andi Schmitz von der European Broadcasting Union, reibungslos.
Flugverbotszone ESC?
Laut einer Meldung des ukrainischen Senders "Kanal 5" ist jedoch der Luftraum über dem ESC-Veranstaltungsort in einem Radius von 15 Kilometern gesperrt worden. Dabei beruft sich der Sender auf eine Mitteilung der Luftsicherheitsbehörde des Landes. Doch wer nun annimmt, der ESC versinke in militärischer Atmosphäre, der irrt. Reguläre Flüge sind davon nicht betroffen. An- und Abflüge zum oder vom Kiewer Flughafen werden von dieser Bestimmung nicht berührt. Der Flughafen liegt 35 Kilometer vom ESC-Geschehen entfernt. Betroffen von diesem Dekret sind kleinere, tiefer fliegende Flugkörper - etwa Drohnen oder andere Störsender und Geräte, die die technische Qualität des ESC beeinträchtigen könnten.